Freitag, 21. August 2020

Tag und nacht

Die Sonne geht unter

Ein Tag vergeht

Der Körper fährt runter

Zu viel bewegt

Die Gedanken sie spinnen

Rund herum

Die Zweifel beginnen

Dumm.. So dumm

Das Leben geht weiter 

Schritt für Schritt 

Der Abgrund wird breiter 

Mit jedem schnitt

Die Angst wird größer 

Der Zweifel siegt

Bei Nacht entblößter

Wenn der Tag verfliegt 

Montag, 10. August 2020

Warum?

Warum denke ich so schlecht von mir?
Warum bin ich davon so überzeugt ein Mensch zu sein...

...der so viele Dinge nicht verdient
...der nichts richtig kann
...der zu dumm ist und sowieso nichts weiß
...der nur nervt und anstrengend ist
...der dumme Gedanken und Gefühle hat die weder Hand noch Fuß haben
...der nichts im Leben auf die Kette bekommt

?

Es gibt so viele Momente und Erinnerungen in meinem Kopf die dafür verantwortlich sein könnten und vermutlich sind es alle zu gleich und auch gleichzeitig das Wissen, dass es andere viel schelchter als ich hatten und ich wegen meinen Kleinigkeiten rumjammere und mir "Das Recht heraus nehme" meine Vergangenheit als Grund zu benutzen, warum ich so über mich denke.

Vielleicht waren es die vielen Momente in meiner Schulzeit. Immer zu wissen, dass man ein Außenseiter ist, immer wieder mit Anderen aus der Klasse Kontakt zu knüpfen und dann doch fallen gelassen zu werden. Immer wieder von den Mitschülern gezeigt zu werden, dass all die Hoffnungen umsonst waren und nur die wenigsten von ihnen wirkliche Freunde waren.

Vielleicht war es die eine Freundin die ich hatte. Eine Freundin mit der ich zusammen Bauchtanz gemacht habe, die sich oft und viel mit mir getroffen hat. Wir haben Dinge getan, die nicht normal in einer Freundschaft waren, sondern doch sehr in Richtungen gingen, die man so nicht hat. Aber wenn wir bei den Tanzstunden waren, durfte ich nichts sagen und sie tat so, als ob wir gar keine Freunde sind. Sie hat sich für mich geschämt... warum? ich weiß es nicht.

Vielleicht war es der Exfreund, der mich sang und klang los hat sitzen lassen und mir, auf meinen xten Versuch heraus zu finden was zur Hölle los sei, antwortete "Ich hab eine neue Freundin, lass mich in Ruhe".

Vielleicht waren es die Lehrerm, die mir immer wieder sagten, dass ich nicht genug für die Schule tue, die Menschen die mir immer wieder vorgehalten haben wie chaotisch ich bin oder auch diejenigen, die mich vom ersten Moment an nicht mochten.

Vielleicht waren es die Eltern die mich nicht leiden konnten, weil ich irgendwie immer als die böse angesehen wurde. Die böse die in der Realschule die BF zum rauchen und trinken gebracht hat, während ich diejenige war, die verzweifelt versucht hat sie davon wegzukriegen. Die böse die am Berufskolleg einer Freundin Selbstbewusstsein und ihren eigenen Willen gegeben hat, was dazu führte dass sie sich von Gott abgewendet hat. Die böse, die sich jemandem angenähert hat, der in seiner Beziehung sowieso nicht glücklich war und es auf kurz oder lang auch ohne mich zu Ende gegangen wäre. 

Vielleicht war es das stetige Gefühl in meinen Praktika nur zu versagen und heraus zu finden was ich alles nicht kann und will.

Vielleicht der Umstand, dass ich weiß das ich mehr kann und es dennoch nicht geschafft habe manche Dinge abzuschließen und mich mit jedem Tag der vergeht weniger traue zu zu geben, dass ich es nie beendet habe, während es alle denken.

Vielleicht ist es mein Körper mit dem ich mich immer unwohl gefühlt habe. Die Brüste die immer zu groß waren, die Kurven die Männer dazu gebracht haben mehr zu wollen, was ich nicht wollte, die Fettpolster, die immer wieder Grund für Mobbing und abwertende Blicke waren.

Vielleicht aber auch nur das Gefühl nie wirklich richtig irgendwo dazu zu gehören. Überall irgendwie dabei, aber nirgendwo wirklich zuhause. Ob in der Musik, den Filmgenres, meinem Kleidungsstil, meinen Geschmäckern. Das Gefühl irgendwie überall ein wenig zu können, aber nichts so richtig. Ich kann singen, aber ich bin nicht perfekt. Ich kann Stricken, aber nicht gut. Ich kann schreiben, aber ich bin kein super krasser Schriftsteller... usw.

Vielleicht ist es alles und nichts zu gleich.

Ich könnte diese Liste noch sehr viel weiter führen, mit Beispielen, Ideen und Erlebnissen, was ich in meinem Leben erlebt habe. Die Dinge die sich in mein Gedächtnis gebrannt haben und die mir bis heute in diesem herum geistern, aber am Ende ist es wohl eine Mischung aus so vielen Dingen die ich in meinem Leben erlebt habe, die auf Dauer dafür gesorgt haben, dass ich so über mich denke, wie ich es heute tue. Viele kleine Dinge, die irgendwann in ihrer Masse einfach zu viel wurden..

Dienstag, 2. Oktober 2018

Heavy


Ich weiß ...
...das meine Gedanken sich um unwichtige Dinge drehen
...das ich mich in Nichtigkeiten hineinsteigere
...von Unstimmigkeiten geht die Welt nicht unter
...niemand ist perfekt und unfehlbar
...Fehler gehören zum Leben dazu

Und.. dennoch ziehen mich diese Kleinigkeiten runter
..dennoch fühlt es sich an wie ein Weltuntergang

I don't like my mind right now
Stacking up problems that are so unnecessary

Die Welt...
...setzt mich unter Stress
...dreht sich zu schnell
...fordert zu viel

Und ich... sitze in diesem Teufelskreis
...habe Angst die nötigen Schritte zu gehen
...leide lieber, ...weil das Leid vertraut ist
...weil ich denke es zu verdienen

Wish that I could slow things down
I wanna let go, but there's comfort in the panic

Menschen..
...lieben und hassen
...kuscheln und kämpfen
...reden und schweigen
...vergeben und verurteilen

Und... mein Herz will nur lieben
...mein Kopf sucht immer die Schuld bei mir
...meine Seele fühlt sich wie ein Störenfried
...ich weiß nicht wohin mit mir

And I drive myself crazy
Thinkin' everything's about me
Yeah, I drive myself crazy
'Cause I can't escape the gravity

Jeden Tag...
...muss man weiter gehen
...muss man ertragen was der Tag bringt

Und ich...gehe weiter
...ertrage die Last
Doch die Welt droht mich zu erdrücken

I'm holding on
Why is everything so heavy?
Holding on
To so much more than I can carry

Jede Nacht...
...kommen die Gedanken
...kommen die Träume
...kann man sich nicht mehr verstecken

Und ohne... meinen Ruhepol,
der mein Inneres beruhigt...
...meine Hörbücher,
die meine Gedanken betäuben..
...die Arme die mich halten,
wenn alles nicht hilft..
...wäre ich verloren

I keep dragging around what's bringing me down
If I just let go, I'd be set free
Holding on
Why is everything so heavy?

Wieso...
...muss mein Verstand das alles wissen?
...ist die Welt so rücksichtslos?
...machen es sich die Menschen so schwer?
...ist jeder Tag ein Kampf?
...ist jede Nacht ein Feind?

Während... es so viel einfacher sein könnte
...am Ende doch niemand so glücklich wird
...ich immer dachte, ich wäre stark...
...fühle ich mich jetzt nur noch schwach

Why is everything so heavy?


Mittwoch, 11. April 2018

Liebe

Was ist Liebe?
Wie kann man sie definieren?
Kann man sie überhaupt definieren?
Oder ist sie sowieso für jeden anders und dadurch kaum genau zu definieren?

Für mich ist Liebe..
..bedingungslos
..unkontrollierbar
..unerwartet
..vielfältig
..undurchschaubar
..endlos
..formlos
..eigensinnig
..kompliziert
..und doch einfach
Für mich gibt es Liebe..
..romantisch
..platonisch
..körperlich
..freundschaftlich
..familiär
 Für mich kann Liebe..
..schmerzhaft sein
..einem den Boden unter den Füßen weg reißen
..Wunden heilen
..nicht einfach so verschwinden
..wachsen mit jedem Lebewesen was man liebt
..für jeden eine ganz eigene Form annehmen
..Brücken bauen
..überfordern
..Hindernisse überwinden
..Nationen vereinen
..Lebewesen auf eine Art miteinander verbinden, wie sonst nichts


Es ist nicht immer einfach sofort zu erkennen was für eine Art von Liebe man für jemanden empfindet, manchmal weiß man es auch Ewigkeiten später noch nicht. Manchmal denkt man man hat die große Liebe gefunden, aber eigentlich ist es nur eine körperliche Liebe, manchmal fühlt man sich auch nur auf geistiger Ebene angezogen und manchmal denkt man dass das alles nur freundschaftlich ist, während es eigentlich die große Liebe ist. Manchmal weiß man nicht wie es in einem aussieht und manchmal hat man auch einfach nur Angst vor der Wahrheit, Angst davor verletzt zu werden, oder jemand anderes zu verletzen und deswegen versucht man seine Gedanken und Wünsche beiseite zu schieben. Manchmal denkt man das es kompliziert ist, obwohl es einfach wäre, wenn man nur darüber redet und manchmal wird es durch das reden erst wirklich kompliziert, weil Missverständnisse entstehen.
Es ist schwer zwischen all dem den richtigen Weg zu finden, seine Gefühle richtig zu ergründen und zu verstehen was nun Wahrheit ist und was nur Wunsch oder sogar Traum ist. Und leider gibt es dafür selten einen Weg, der nicht andere enttäuscht oder verletzt, weil nicht jede Liebe die man selbst empfindet in der Art erwidert wird, wie man sie selbst empfindet.
Aber am Ende ist es vielleicht auch einfach der falsche Weg an Liebe zu denken, denn was interessiert es die Gefühle in deinem Herzen ob das andere Herz diese erwidert? Ja, es tut weh und man wird enttäuscht, aber nicht die Liebe ist es die enttäuscht ist, sondern wir, die wir Hoffnungen und Erwartungen aufgebaut haben. Die Liebe liebt und das tut sie egal ob diese erwidert wird oder nicht, denn Liebe liebt nicht, weil der Andere das erwidern muss, sondern weil da ein Mensch ist den wir, so wie er ist wundervoll finden, dem wir nah sein wollen, dem wir Glück und Freude bereiten wollen, komme was wolle, ein Mensch der es verdient hat geliebt zu werden, egal ob er die selbe Liebe empfindet oder nicht, denn am Ende ist es nicht seine Schuld, wenn dessen Herz für dich nicht das selbe empfindet, sucht sich die Liebe doch ihren ganz eigenen Weg und liebt nur wen sie will und nicht wen sie soll.
Die ganzen Erwartungen entstehen in unserem Kopf und die sind es, die uns das Herz brechen, die uns verzweifeln lassen, die es uns schwer machen damit zu leben, während es doch vollkommen egal sein sollte.
Solange der Mensch den wir lieben glücklich ist, sollte unser Herz mit Glück erfüllt sein. Wir sollten uns über die Zeit mit diesem Menschen freuen, selbst wenn diese Zeit anders verbracht wird, als wir es gerne hätten. Wir sollten keine Erwartungen in den Menschen stecken den wir lieben, denn am Ende sind es diese Erwartungen die Liebe die aufkeimen könnte schon im Keim erstickt, weil man zu viel erwartet, zu viel verlangt und den Anderen damit erstickt und jede Liebe unmöglich macht, denn erzwungene Liebe ist nichts anderes als ein Zwang und keine wirkliche ehrliche aufrichtige Liebe aus tiefstem Herzen.
Liebe lässt sich nicht erzwingen, denn Liebe lässt sich nicht kontrollieren und wer dennoch versucht sie zu kontrollieren, wird schmerzlich lernen müssen, dass sie ihm immer weiter entgleitet, bis man alleine da steht, ohne alles was man zuvor hätte haben können.

Freitag, 26. Mai 2017

Trauer

Tage vergehen, ein Tag wie der Andere und doch so anders.
Menschen kommen, Menschen gehen.
Der Verstand registriert so vieles und doch ist einem das meiste nie bewusst.
So werden Tage die ruhig und schön verliefen, durch das kurze aufblitzen eines Gedankens ins negative gekehrt.
Noch während man sich fragt wieso einem das Herz so schwer ist, füllen sich die Augen mit Tränen und eine leicht glitzernde Spur bleibt auf der Haut, sobald sich der Schmerz seinen weg gesucht hat.
Nichts geschah was den Schmerz hätte auslösen können, nichts in der Realität, nur in den eigenen Gedanken, ohne dass es einem wirklich bewusst ist.
Aber sind diese Gedanken weniger real?
Manchmal sind es die Gedanken an vergangene Zeiten, vergangene Begegnungen, Menschen die wir vermissen, Dinge die uns fehlen, Bedürfnisse die nicht befriedigt werden oder Ängste die man nicht in Worte zu fassen vermag.
Manches kommt einem real vor, manches wie ein Traum, manches fühlt sich an, als sei es gestern geschehen, manches als sei es Jahre her, manches scheint noch in so weiter Zukunft und manches liegt so weit vor einem und macht einem dennoch schon Angst.
Ob real oder nicht, wenn ein solcher Gedanke aufkommt und Gefühle auslöst, dann kann der Kopf noch so rational sein und aussprechen was richtig ist, das Herz bleibt einem schwer und die Tränen bilden sich.
Dazu ist niemand nötig der einen verletzt, kein tiefgreifendes Erlebnis, kein Verlust oder herzzerreißender Schmerz.

Montag, 19. September 2016

Unter Druck gesetzt werden

Natürlich weiß man, dass man lernen sollte, man weiß wie wichtig es ist die Prüfung zu bestehen und was es bedeutet wenn man sie verhaut. Die Konsequenzen hängen wie ein Schwert über einem und das Seil welches dieses hält ist so dünn, dass es jeden Moment zu reißen scheint. Die Angst davor ist ein ständiger Begleiter und das Einzige was einen von dieser ablenkt, ist die Verdrängung.
Aber verdrängt man das Schwert so verdrängt man auch den Rest und versucht sich abzulenken mit anderen Dingen, so dass das lernen wieder in den Hintergrund gerät, aus Angst die ganze Zeit an die drohenden Konsequenzen denken zu müssen.
Das ist ein verdammter Teufelskreis, aus dem man nicht so einfach heraus kommt und der schwer auf einem lastet, aber er wird nicht besser, nur weil andere einen noch zusätzlich unter Druck setzen und zu dem einen Schwert weitere hinzufügen und einem so weitere Konsequenzen aufziehen, die alle drohen wenn man nicht tut was man tun sollte.
Es erhöht nur den Druck der auf einem lastet, die Angst zu versagen, die Angst was passiert wenn man es nicht schafft und alles verliert was man aufgebaut hat, Angst alle zu enttäuschen. Eine solche Vorgehensweise ist nicht hilfreich.

Samstag, 3. September 2016

Over and over again

Es ist furchtbar wenn sich Gedanken in deinen Kopf schleichen,
...von denen du weißt,
...dass sie unsinnig sind
...dass du sie nicht denken solltest
...dass sie deine Laune nur runter ziehen
...dass sie dir die Tränen in die Augen treiben
...dass sie egal was du dir selbst sagst einfach nicht verschwinden
...,
...aber du denkst sie trotzdem,
immer und immer wieder.