...daraus werden Minuten...
...Stunden, Tage, Wochen, Monate, Jahre.
Gerade noch ein Kind...
...dann ein Jugendlicher...
...dann schon Erwachsen.
Ohne es zu merken vergeht die Zeit rasend schnell und irgendwann bleibt man stehen und blickt zurück.
So unwirklich sind die Dinge die zurück liegen.
Verschwommene Bilder formen sich zu Erinnerungen und je weiter diese zurück liegen, umso öfter geht mit ihnen die Frage einher "Habe ich das wirklich erlebt, oder was das nur ein Traum?".
Der Blick zurück erinnert einen an die Freude und die Trauer, an Gewinn und Verlust, Begrüßungen und Abschiede, Höhen und Tiefen, Liebe und Hass,.....
Man sieht die die man Verloren hat und die die man Gewonnen hat, nicht wissend ob man das Eine ohne das Andere hätte haben können, egal wie sehr man gerne beides noch an seiner Seite hätte.
Und mit diesen Gedanken kommt die Erkenntnis wie viel man schon verloren hat und die Gewissheit wie viel man noch verlieren wird.
Es ist ein Teil des Lebens den man nicht los wird, denn immer gehen Menschen, manche wenden sich von einem ab, manche verlierst du einfach nur aus den Augen und manche gehen für immer von dieser Welt, so wie es jeder irgendwann einmal tun wird.
Große Entfernungen scheinen mit dem Internet nicht mehr so schlimm zu sein, kann man doch fast jeden überall erreichen, doch ist man erst in den Genuss der Nähe einer Person gekommen, wird einem schmerzlich bewusst dass das Internet das nicht ersetzen kann, dass das niemand ersetzen kann.
So sehr man es auch versucht jeden seiner Freunde "gleich" zu behandeln, es wird einem nie gelingen, denn jeder Mensch ist anders, man verhält sich jedem Menschen gegenüber etwas anders, redet anders, hat andere Themen und Gedanken, manche Freunde dürfen bei dir Dinge die andere nicht dürfen, bei manchen Freunden fühlst du dich wohl wenn du bei ihnen Schutz suchen kannst, bei Anderen suchst du lieber die Ablenkung, dem Einen erzählst du ohne zu zögern deine Intimsten Erfahrungen, einem Anderen deine Schlimmsten und einem Dritten die Lustigsten.
Nicht jeder deiner Freunde versteht all die Dinge die in dir vorgehen und so wendest du dich mit vielen Dingen an verschiedene Personen.
Oft betitelt man manche dieser Personen als einen "besten Freund" dem man alles erzählt, doch nur in den wenigstens Fällen erzählt man diesem einen Freund wirklich alles, selbst die tiefsten und innersten Gedanken und Ängste.
Niemand kann je einen anderen ersetzen, weil es immer etwas anderes ist.
Andere Menschen.
Anderes Vertrauen.
Andere Arten miteinander umzugehen.
So sehr man sich auch versucht einzureden das man gut zurecht kommt auch ohne diese Personen, sie werden einem immer fehlen sobald sie nicht mehr in der Nähe sind.
Man sollte meinen das man mit der Zeit lernt damit umzugehen.
Doch im Grunde wird die Angst Menschen zu verlieren die einem wichtig sind und nahe stehen, nur mit jedem weiteren den man verliert größer und so sehr es einen auch ablenkt wenn neue hinzu kommen, so wächst doch dadurch nur weiter die Zahl der Menschen die man verlieren kann.
Man sollte das alles Positiv sehen, sich sagen das neue Menschen kommen, Menschen die man ohne den Verlust vielleicht nie kennengelernt hätte, doch dieser Gedanke macht mir am meisten Angst, zumindest wenn ich jetzt mit ihm in die Zukunft sehe, auch wenn ich ihn für die Vergangenheit absolut unterstützen würde.