Tage vergehen, ein Tag wie der Andere und doch so anders.
Menschen kommen, Menschen gehen.
Der Verstand registriert so vieles und doch ist einem das meiste nie bewusst.
So werden Tage die ruhig und schön verliefen, durch das kurze aufblitzen eines Gedankens ins negative gekehrt.
Noch während man sich fragt wieso einem das Herz so schwer ist, füllen sich die Augen mit Tränen und eine leicht glitzernde Spur bleibt auf der Haut, sobald sich der Schmerz seinen weg gesucht hat.
Nichts geschah was den Schmerz hätte auslösen können, nichts in der Realität, nur in den eigenen Gedanken, ohne dass es einem wirklich bewusst ist.
Aber sind diese Gedanken weniger real?
Manchmal sind es die Gedanken an vergangene Zeiten, vergangene Begegnungen, Menschen die wir vermissen, Dinge die uns fehlen, Bedürfnisse die nicht befriedigt werden oder Ängste die man nicht in Worte zu fassen vermag.
Manches kommt einem real vor, manches wie ein Traum, manches fühlt sich an, als sei es gestern geschehen, manches als sei es Jahre her, manches scheint noch in so weiter Zukunft und manches liegt so weit vor einem und macht einem dennoch schon Angst.
Ob real oder nicht, wenn ein solcher Gedanke aufkommt und Gefühle auslöst, dann kann der Kopf noch so rational sein und aussprechen was richtig ist, das Herz bleibt einem schwer und die Tränen bilden sich.
Dazu ist niemand nötig der einen verletzt, kein tiefgreifendes Erlebnis, kein Verlust oder herzzerreißender Schmerz.