Der Mensch strebt ständig nach Anerkennung, doch nicht einfach nur irgendwelche Anerkennung. Nein der Mensch strebt nur nach der Anerkennung von bestimmten Menschen.
Was bringt einem Jungen die Anerkennung seiner Mutter während er versucht seinem Vater zu zeigen, dass er zu etwas nutze ist?
Was bringt einem Schüler die Anerkennung eines Lehrers, während die Mitschüler lachen?
Was bringt einem die Anerkennung von jedem, während sich diese eine Person, von der man sich diese erhofft, abwendet und kein sterbens Wort dazu sagt?
Es könnte so viel einfacher sein, wenn der Mensch nicht nach der Anerkennung anderer streben würde. Weniger Druck, die Dinge so zu machen wie sie anderen gefallen, bei jedem Wort was man sagt, aus Angst man könnte etwas falsches sagen und beim ersten Gang in eine neue Schule, Arbeit, ...
Schließlich streben doch die meisten nach der Anerkennung von Menschen, die sie niemals anerkennen werden, oder es nur so selten tun, dass es nicht erfüllend ist.
Der Mensch möchte zudem gerne wichtig sein. Er möchte gebraucht werden, aus Angst dass man ihn vergisst, weil er so unwichtig war. Der Mensch versucht ständig etwas zu tun, um für andere wichtig zu sein. Jeder auf seine eigene Art und Weise. Die einen erzwingen sich diese Wichtigkeit, andere versuchen sie in harter Arbeit zu erreichen. Am Ende ist es jedoch wie mit der Anerkennung. Es ist nicht erfüllend zu wissen, dass jeder der einen für wichtig erklärt, dies nicht aus freien Stücken tut und genauso wenig ist es erfüllen, wenn man ständig alles für jemanden tut und doch für diese Person unwichtig bleibt.
Man versucht etwas besonderes zu sein, damit man wichtig ist und nicht durch jemand anderen ersetzt wird, doch bleibt jeder so wie er ist. Man kann eine solche Position nicht erzwingen und muss den Anblick ertragen, wie jemand anderes eine solch wichtige Stellung einnimmt und kann nur hoffen, dass diese Person das zu schätzen weiss.
Gleichzeitig merkt man immer wieder, wie andere versuchen eine solche Stellung im eigenen Leben einzunehmen und muss zu deren Leidwesen zugeben, dass diese das nie sein können. Man lässt sie genauso leiden, wie man selbst leidet.
Die Menschen sind schlichtweg alle auf ihre Art Masochistisch, ob sie es nun zugeben oder nicht, denn nur die wenigsten schaffen es, sich von jemandem los zu reißen der für einen wichtiger ist als alles andere, während man selbst unwichtig ist. Die Menschen leben damit und verletzen sich selbst innerlich jedesmal, wenn sie es erneut feststellen und doch sind und bleiben sie an der Seite der Person, nur für den Fall, dass der Tag kommt, an dem sich das ändert.
Der Mensch hat den Hang sich für wichtiger zu halten als er ist. Die Erde dreht und dreht sich, Tag und Nacht, ob Menschen leben oder alle ausgestorben sind. Das Universum interessiert sich nicht dafür ob die kleinen unwichtigen Menschen noch leben.
Jeder einzelne Mensch und auch die Menschen zusammen als Masse, sind für das Universum vollkommen unwichtig.
Und man steht da, mit seiner unwichtigkeit vor Augen, aber man kann nichts daran ändern. Weder an der das Universum betreffend, noch an der die eine Person betreffend. Man kann nur hoffen, dass es eines Tages anders ist.